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Grundsätzliches zum Lebenskundlichen Unterricht (LKU)

Lebenskundlicher Unterricht

Lebenskundlicher Unterricht

Die Aufgabe des Lebenskundlichen Unterrichts wurde bei der Gründung der Bundeswehr den Militärgeistlichen anvertraut. Wie hoch sein Stellenwert schon damals gesehen wurde, drückt sich aus in der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) 66/2 aus dem Jahre 1959.

Hier heißt es: "Der Lebenskundliche Unterricht in der Truppe ist im Zusammenhang mit der Gesamterziehung der Soldaten zu sehen. Er behandelt sittliche Fragen, die für die Lebensführung des Menschen, seine Beziehung zur Umwelt und für die Ordnung des Zusammenlebens in jeder Gemeinschaft wesentlich sind. Er hat die Aufgabe, dem Soldaten Hilfe für sein tägliches Leben zu geben und damit einen Beitrag zur Förderung der sittlichen, geistigen und seelischen Kräfte zu leisten, die mehr noch als fachliches Können den Wert des Soldaten bestimmen."

Mit der Einführung der ZDv 10/4 "Lebenskundlicher Unterricht - Selbstverantwortlich leben – Verantwortung für andere übernehmen können", deren Regeln zum 20. Januar 2009 zunächst für drei Jahre zur Erprobung in Kraft gesetzt wurden, wird den veränderten Bedingungen, unter denen Soldatinnen und Soldaten von heute ihren Dienst tun, Rechnung getragen.

In der Nummer 107 der heute für den Lebenskundlichen Unterricht geltenden Zentralrichtlinie A2-2530 ist festgelegt: "Der Lebenskundliche Unterricht ist ein Ort freier und vertrauensvoller Aussprache und lebt von der engagierten Mitarbeit der Soldatinnen und Soldaten. Er ist kein Religionsunterricht und auch keine Form der Religionsausübung im Sinne von § 36 des Soldatengesetzes, sondern eine berufsethische Qualifizierungsmaßnahme und damit verpflichtend. Er wird in der Regel von Militärseelsorgerinnen und Militärseelsorgern und im Bedarfsfall auch von anderen berufsethisch besonders qualifizierten Lehrkräften erteilt."

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Themen für den Lebenskundlichen Unterricht

Die nachstehenden Themenfelder werden durch das Bundesministerium der Verteidigung regelmäßig im Zusammenwirken mit dem Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr und dem Katholischen Militärbischofsamt angepasst:

Curriculum der Inhalte zum Erreichen ethischer Kompetenz

1. Individuum und Gesellschaft

1.1 Unser Menschenbild in Einklang mit dem Grundgesetz sowie andere Menschenbilder
1.2 Identität und Toleranz
1.3 Freiheit, Gewissen und Verantwortung
1.4 Religion in Staat und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland
1.5 Religion in Staat und Gesellschaft anderer Länder

2. Persönliche Lebensführung und soldatischer Dienst

2.1 Mensch/Familie und Dienst
2.2 Verantwortung übernehmen
2.3 Leben und Tod

3. Moralische und psychische Herausforderungen des soldatischen Dienstes

3.1 Einführung in Kultur und Religionen/Ethos Weltreligionen
3.2 Zugänge zur Friedens- und Konfliktethik aus dem europäischen Wertekanon
3.3 Einsatzbelastung: Verantwortung und Schuld
3.4 Umgang mit Konflikten, belastenden Situationen und Extremsituationen

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Stand vom: 21.08.15


http://www.eka.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/poc/eka?uri=ci%3Abw.milseels_eka.lku.grundsaetzliches