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Leben als Soldat in der Bundeswehr

Dienen - wozu?

... der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen“, geloben die Soldaten der Bundeswehr.
In einer Zeit, in der auf die Bundeswehr neue Aufgaben zukommen im Rahmen der NATO und der Vereinten Nationen, muss die Frage „Dienen - wozu?“ immer neu in einem weltweiten Horizont beantwortet werden.
In ihren Orientierungen zur Friedensethik stellt die Evangelische Kirche in Deutschland 1994 fest: „Gerade weil Deutschland militärische Gewalt in verbrecherischer Weise missbraucht hat und durch den Einsatz militärischer Gewalt von einer Schreckensherrschaft befreit worden ist, hat das demokratische Deutschland allen Grund, sich im Rahmen der Vereinten Nationen oder von diesen gemäß Artikel 52 - 53 ChVN ermächtigten oder beauftragten regionalen Organisationen an der Abwehr von Aggressionen und Friedensbedrohungen und an der Wiederherstellung des Rechts zu beteiligen.“

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Kameradschaft

Die kleine Gruppe, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann, hat im militärischen Alltag schon immer eine besondere Rolle gespielt. Hier kann Kameradschaft wirklich erlebt und eingeübt werden.
Aber was ist das, diese besondere Beziehung im militärischen Bereich, die sogar Eingang gefunden hat in das Soldatengesetz?
Was unterscheidet sie von den Beziehungen, die sonst unseren Alltag bestimmen im Blick auf die Menschen, mit denen wir in sehr unterschiedlicher Weise zusammenleben?

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Tapferkeit und Angst

Angst begleitet uns in immer neuen Abwandlungen von der Geburt bis zum Tod.
Die Geschichte der Menschheit lässt immer neue Versuche erkennen, Angst zu bewältigen, zu verhindern, zu überwinden oder zu binden. Kann man das lernen: tapfer zu sein?
Sicher können und müssen Menschen versuchen, Gegenkräfte gegen die Angst zu entwickeln. Mut, Vertrauen, Erkenntnis, Macht, Hoffnung, Demut, Glaube und Liebe können uns helfen, die Angst anzunehmen und sich mit ihr auseinander zu setzen, sie immer wieder und immer neu zu besiegen. Tapferkeit ersetzt nicht die Angst, sondern steht neben ihr, ist reflektierte Angst.

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Verantwortung für den Frieden

Im Blick auf die neuen Aufgaben, die auf die Soldaten der Bundeswehr zukommen, muss neu nachgedacht werden über die ethischen Grundlagen des Soldatenberufs, auch und gerade aus der Sicht eines christlichen Menschenbildes.
Dazu hat die EKD 1994 eine Studie mit dem Titel „Schritte auf dem Weg des Friedens“ vorgelegt. Darin heißt es z. B.: „Was friedensethisch und friedenspolitisch für die anderen Staaten der Vereinten Nationen gilt, das gilt auch für Deutschland; was für kanadische oder italienische Soldaten gilt, das gilt auch für deutsche ...
Für sie alle gilt: Verantwortung für den Frieden.

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Stand vom: 27.11.13


http://www.eka.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/poc/eka?uri=ci%3Abw.milseels_eka.lku.leben_als_soldat