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Das Kirchenjahr

Der Kirchenkreis mit den liturgischen Farben bis 2014

Der Kirchenkreis (Quelle: Militärseelsorge)Größere Abbildung anzeigen

Es beginnt anders als das Kalenderjahr jeweils mit dem 1. Advent und endet mit dem Ewigkeitssonntag, dem Sonntag vor dem 1. Advent im darauf folgenden Jahr.

Die Adventszeit mit ihren vier Sonntagen ist seit jeher die Zeit der Stille, des „In-sich-Gehens“ und der inneren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. In früheren Zeiten war es auch eine Zeit des Fastens. Die gottesdienstliche Farbe der Altar- und Kanzelbehänge ist violett, die Farbe der Buße und der inneren Umkehr.

Mit dem 25. Dezember beginnt die Weihnachtszeit. Sie reicht etwa fünf Wochen über das Epiphanias- oder Dreikönigsfest hinaus. An Weihnachten ist Gott in Christus der Welt erschienen, bei der Geburt bis zu den drei Königen; Epiphanias, griechisch, heißt Erscheinung. Wie bei allen Christusfesten ist die gottesdienstliche Farbe Weiß, die Farbe der Freude. Man kann auch grüne Behänge an Kanzel und Altar nach dem Weihnachtsfest vorfinden, Grün als Zeichen des Lebens.

Die nächste große Kirchenjahreszeit wird als Passions- oder Fastenzeit bezeichnet. Es sind bis zum Osterfest sechs Sonntage. Werden in der Zählung die Sonntage weggelassen, kommt man auf 40 Tage. Diese 40 ist eine symbolische Zahl für Entbehrung im Leben. 40 Jahre war das Volk Israel in der Wüste unterwegs bis zum Einzug ins gelobte Land, 40 Tage hat Jesus in der Wüste gefastet. Diese Zeit lädt ein, die „Wüsten der eigenen Seele“ vor Gott zu bringen. Die gottesdienstliche Farbe ist Violett.

Der Tag der Kreuzigung von Jesus hat die Farbe Schwarz. Christus setzt sein Leben aus Liebe zu Gott, als der wahre Mensch, und aus Liebe zu den Menschen, als der wahre Gott, aufs Spiel, man kreuzigt ihn aus dieser Welt hinaus.

Mit dem Ostersonntag beginnt die Osterzeit und den sechs darauf folgenden Sonntagen; wie bei allen Christusfesten finden wir die weiße gottesdienstliche Farbe. Gott hat dem Leben des Jesus Recht gegeben und ihn von den Toten auferweckt. In diese Zeit fällt vor dem letzten Sonntag der Osterzeit der Feiertag Christi Himmelfahrt. Christus ist bei Gott und hat mit ihm die alleinige Herrschaft über diese Welt.

Das Pfingstfest wird gefeiert als Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes und der Gründung der Kirche. Gott ist nicht irgendwo, sondern sein tröstender, Leben schaffender und guter Geist ist bei den Menschen; diesen Geist hat Christus vorgelebt und verheißen. Deshalb wird nach dem Pfingstfest der Tag der heiligen Dreieinigkeit gefeiert, auch lateinisch Trinitatis genannt. Gott als Vater hat sein ganzes Wesen gezeigt in Christus, im Sohn, und begleitet seine Schöpfung im Geist; deshalb, Gott: Vater – Sohn – Heiliger Geist. Die gottesdienstliche Farbe an Pfingsten ist die Blutfarbe Rot. Christen und die Kirche werden zu allen Zeiten verfolgt und bezahlen oft als Märtyrer mit ihrem Leben.

Nach dem Fest der Dreieinigkeit folgen bis gegen Ende des Kirchenjahres die Sonntage nach Trinitatis mit der Farbe Grün als Lebensfarbe, Leben aus und mit Gottes gutem heiligen-heilmachenden Geist.

Das Kirchenjahr schließt ab mit den Gedanken Buße, Umkehr, Gedenken an die Verstorbenen, aber auch der Ewigkeit und Auferstehung der Menschen. Es sind drei Sonntage mit dem Buß- und Bettag dazwischen; er hat die gottesdienstliche Farbe der Buße Violett, der letzte Sonntag des Kirchenjahres die Farbe Weiß als Zeichen des ewigen Lebens.

Die evangelische Kirche kennt auch Gedenktage an Heilige, Märtyrer, an die Reformation durch Martin Luther und das Erntedankefest. Der liturgische Kalender im evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 910 gibt sehr gute weitere Informationen zum Kirchenjahr.

Manche fragen sich, warum das Weihnachtsfest immer am selben Tag gefeiert wird, jedoch Ostern und die darauf folgenden Feste einmal eher oder später im Jahresablauf liegen, ebenso die dazu gehörigen Schulferien. Es gibt zwei Möglichkeiten, ein Jahr zu berechnen: nach der Sonne oder dem Mond. So richtet sich das Weihnachtsfest wie unser Kalender nach dem Sonnenjahr und liegt kalendarisch immer fest. Das Osterfest wird nach dem Mondjahr berechnet und ist am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsanfang. Verändert sich demnach Ostern kalendarisch, sind außer dem Weihnachtsfest alle Feste nach vorne bzw. nach hinten zeitlich in den Jahren verschieden.

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Stand vom: 27.11.13 | Autor: Werner Buckel


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