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Militärgeistliche

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Wenn die Wehrdienstleistenden zum ersten Mal ihrem Militärpfarrer begegnen, sind sie oft erstaunt, dass da überhaupt ein Pfarrer in der Bundeswehr ist. Und die Militärgeistlichen versuchen den jungen Soldaten dann zu vermitteln, dass sie ihren Dienst für die Soldaten so verstehen, dass sie für sie da sein wollen. Wann immer der Soldat ein Problem hat, wenn ihn eine Sorge drückt, wenn ihm etwas auf der Seele lastet: Mit dem Militärgeistlichen kann er über alles reden, ihm kann er sich anvertrauen, der Geistliche hat Zeit für ihn. Das gilt genauso für die kleinen Alltagssorgen und -nöte, etwa Probleme mit der Freundin oder dem Geld, wie für alle Fragen, die sich um Glauben und Kirche drehen. Aber auch Probleme, die sich im Alltag des soldatischen Dienstes ergeben, können mit dem Militärpfarrer besprochen werden. Und oft kann er helfen. Denn der Militärpfarrer hat keinen militärischen Rang, trägt auch keine Uniform. Er gehört also nicht zur militärischen Hierarchie, ist nicht an den Dienstweg gebunden. Er ist den Kommandeuren der Bundeswehr auf Zusammenarbeit zugeordnet. Und das bedeutet, dass er immer direkt diejenigen ansprechen kann, die helfen können. Grundsätzlich gilt jedoch, dass der Militärpfarrer nichts von dem, was ein Soldat ihm anvertraut, an Dritte weitersagen darf. Der Militärpfarrer unterliegt dem Beichtgeheimnis und der damit verbundenen Schweigepflicht.

Damit der Soldat den Militärpfarrer jederzeit erreichen kann, hat dieser seine Diensträume innerhalb der Kasernenanlagen. Hier bietet er regelmäßige Sprechstunden an. Aber selbstverständlich kann er auch angesprochen werden, wenn er in der Kaserne oder auf dem Truppenübungsplatz unterwegs ist, um die Soldaten zu besuchen. Man kann den Militärpfarrer auch nach dem Gottesdienst oder nach dem Lebenskundlichen Unterricht ansprechen. Und wenn man meint, dass es mehr Zeit braucht, dann kann man hier einen Termin mit ihm ausmachen.

Schon immer hat der Militärgeistliche die Soldaten besucht und oft auch begleitet, wenn sie im In- oder Ausland auf den Truppenübungsplätzen übten oder Manöver abhielten. Von daher war es selbstverständlich, dass die Militärgeistlichen die Soldaten auch dorthin begleiten, wo sie nach der Wende von 1989 im Auftrag von UN und NATO neue Aufgaben übernommen haben. Das galt für den Golfkrieg, Kambodscha oder Somalia genauso wie es gegenwärtig für Bosnien und die Einsatzgebiete rund um das Kosovo gilt. Auch auf den Schiffen der Bundesmarine begleiten die Militärgeistlichen die Soldaten bei längeren Ausbildungsfahrten, bei nationalen oder internationalen Übungen und jetzt selbstverständlich auch bei Einsätzen.

Die Soldaten nehmen die Begleitung der Pfarrer durchaus als Hilfe an, sowohl was die Unterstützung, um diese neuen Aufgaben zu erfüllen, als auch um die manchmal deprimierenden Eindrücke zu verarbeiten.

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Stand vom: 21.08.15


http://www.eka.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/poc/eka?uri=ci%3Abw.milseels_eka.seelsorg.militarg