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Auszeit für traumatisierte Soldaten

Sulzberg, 19.11.2018, Militärseelsorge.

Auszeit am Rottachsee während eines Paarseminars für traumatisierte Soldaten
Auszeit am Rottachsee (Quelle: Militärseelsorge/Michael Rohde)Größere Abbildung anzeigen

Traumatische Erlebnisse hinterlassen oft Spuren, die nicht einfach wieder heilen. Traumafolgestörungen sind Erkrankungen, die im Bereich der Bundeswehr vor allem Soldatinnen und Soldaten treffen, die oft in intensiven und schwierigen Auslandseinsätzen ihren Dienst geleistet haben.

Solche Erkrankungen betreffen nicht nur den Soldaten bzw. die Soldatin selbst, sondern wirken sich auf die Partnerschaft und oft auch auf die gesamte Familie aus. Die Evangelische Militärseelsorge bietet im Arbeitsfeld Seelsorge für unter Einsatzfolgen leidende Menschen (ASEM) traumatisierten Soldatinnen und Soldaten mit ihren Familien die Möglichkeit, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und sich als Familie und in der Partnerschaft wieder zu stabilisieren.

Im Rahmen eines Paarseminars begleitete Militärdekan ThDr. Michael Rohde, Leiter des Evangelischen Militärpfarramts Hamburg I, mehre Paare für ein verlängertes Wochenende ins christliche Gästehaus „AllgäuWeite“ in der Nähe von Kempten. Wichtig waren gemeinsame Aktivitäten der Paare, die von dem Team unterstützt wurden. So galt es, den Grünten, den „Wächter des Allgäus“ zu besteigen, gemeinsam Feuer zu machen und eigene Ressourcen der Partnerschaft neu zu entdecken. Die wunderschöne und prächtige Schöpfung des Allgäus beeindruckte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr, so konnten an einem verborgenen Wasserfall gemeinsame, stärkende Erlebnisse erinnert und positive Erinnerungen gestärkt werden. Unterstützt wurde Michael Rohde in seiner Arbeit durch Fähnrich Sally Baumblüth, die u.a. durch Sportangebote die Maßnahme bereicherte, und durch die systemische Natur- und Erlebnistherapeutin Annette Bergmann, die gemeinsam mit ihrem Therapiehund Bruno neue und zum Teil sehr ungewöhnliche Erlebnisse mit der Schöpfung ermöglichte. Ein betroffener Soldat resümierte: „Ich habe während dieser Maßnahme Seiten an mir wiederentdeckt, die ich schon lange nicht mehr wahrgenommen habe. Und ich habe schon so lange nicht mehr so herzlich mit meiner Frau gelacht. Danke für diese Möglichkeit.“


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Stand vom: 15.01.19 | Autor: Michael Rohde


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