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Frère Roger-Haus

Das „Frère Roger-Haus“ der Logistikschule der Bundeswehr.

Das „Frère Roger-Haus“ der Logistikschule der Bundeswehr. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Kirchenzentrum

Mit einem feierlichen Gottesdienst am 29. September 2006, den der Evangelische Militärbischof Dr. Peter Krug und der Katholische Militärgeneralvikar Walter Wakenhut mitgestaltet haben, wurde die Namensnennung des Gebäudes 393 der Lucius D. Clay-Kaserne in "Frère Roger-Haus" vollzogen.

Frère Roger wurde am 12. Mai 1915 als Sohn eines reformierten Pfarrers im Schweizer Kanton Vaud geboren. Nach dem Theologiestudium ging er am 20. August 1940 nach Taizé (Burgund/Frankreich). Dort versteckte er mit seiner Schwester sowie Freunden Flüchtlinge und Juden vor den Nazis. Nach der Befreiung Frankreichs kümmerte er sich vor allem um Kriegswaisen und deutsche Kriegsgefangene. Aus dieser Arbeit ging 1949 die Gründung der Communauté de Taizé hervor. Zu der ökumenischen Bruderschaft gehören heute über 120 Brüder aus über 25 Nationen an. Darunter befinden sich Katholiken, Mitglieder verschiedener evangelischen Kirchen und Anglikaner.

Am Abend des 26. August 2005 wurde Frère Roger beim Abendgebet in Taizé von einer vermutlich psychisch Kranken mit einem Messer tödlich verletzt. Frère Roger hat sein Lebenswerk in der Versöhnung der christlichen Konfessionen gesehen.

Unser Kirchenzentrum will offen sein für Glaubende und Zweifelnde, für Soldaten und zivile Mitarbeiter. Das Andenken an Frerè Roger will an diese Aufgabe erinnern.

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Der Kirchenraum im Frère Roger-Haus

Der Kirchenraum im Frère Roger-Haus (Quelle: Militärseelsorge)Größere Abbildung anzeigen

Kirchenraum

Der Kirchenraum ist nur ein Teil des Frère Roger-Hauses, das die Amerikaner gebaut und genutzt hatten und nun Heimat der Evangelischen und Katholischen Militärseelsorge ist.



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Die Altarbibel im Frère Roger-Haus

Die Altarbibel im Frère Roger-Haus (Quelle: Militärseelsorge)Größere Abbildung anzeigen

Altarbibel

Die Altarbibel ist vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog dieser Kirche und Gemeinde gewidmet worden. Gerne dürfen Sie vorne am Altar in der Bibel nachlesen.


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Das Kruzifix im Frère Roger-Haus

Das Kruzifix im Frère Roger-Haus (Quelle: Militärseelsorge)Größere Abbildung anzeigen

Kruzifix

Oberhalb der Kanzel sehen Sie das große Kruzifix. Es stammt ebenfalls, wie der Altar, aus der alten Kasernenkirche in Bremen-Grohn. Es zeigt den gekreuzigten Jesus. Sein Kopf scheint dem Prediger zugewandt, so als ob er ihn dran erinnern wollte, wirklich in seinem Namen zu predigen. Die Augen sind geschlossen. Stellt man sich unter die Figur, scheint dieser Jesus aber weder tot zu sein, noch wirklich zu schlafen. Wer meint, dass er von Gott verlassen ist, kann hier spüren, dass auch er in die Hoffnung, die von Jesus ausgeht, eingebunden ist.

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Das Taufbecken im Frère Roger-Haus

Das Taufbecken im Frère Roger-Haus (Quelle: Militärseelsorge)Größere Abbildung anzeigen

Taufbecken

Rechts vom Altar steht das Taufbecken. Christ wird man durch die Taufe. Ursprünglich wurden in der Urchristenheit nur Erwachsene getauft, die damit ein eigenes Bekenntnis zum christlichen Glauben abgaben. In der evangelischen und katholischen Kirche taufen wir auch Kinder, verlangen aber von den Eltern ein entsprechendes Glaubensbekenntnis. Das Wasser in der Taufschale symbolisiert das reine Leben wie Gott es will und wäscht in der Taufe symbolisch alles weg, was irgendwie zwischen Gott und Mensch als Sperre wirken könnte.

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Der Altar im Frère Roger-Haus

Der Altar im Frère Roger-Haus (Quelle: Militärseelsorge)Größere Abbildung anzeigen

Altar

Der Altar stammt noch aus der Kasernenkirche in Bremen-Grohn. Nach biblischem Verständnis ist der Altar ein Opfertisch. In der Erzählung von Abraham und seinem Sohn Isaak (1. Mose 22) wird deutlich, dass in orientalischen Religionen Lebendopfer zur Beruhigung von Gottheiten üblich waren. Der Gott der Bibel will keine Opfer (Hosea 6,6) sondern "Barmherzigkeit". Im christlichen Verständnis ist deshalb der Altar der Ort, auf dem das Abendmahl (Eucharistie) zelebriert wird. Ein Christ braucht seinen Gott also nicht durch Opfer gnädig zu stimmen, sondern darf sich Gottes Gegenwart in der Teilhabe am Abendmahl vergewissern. Brot und Wein stehen für Christi Leib und Blut. Der Altar symbolisiert also Gottes Gegenwart in der Welt und in der Gemeinde. Deshalb wird aus der Bibel Gottes Wort auch von hier aus verlesen.

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Stand vom: 27.11.13


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