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Mutig sein und dabei die Orientierung behalten

Rostock, 12.03.2012, Militärseelsorge.

Seelsorge in der Bundeswehr bedeutet hinhören und selbst gestalten: 57. Gesamtkonferenz Evangelischer Militärgeistlicher in Rostock.

Gottesdienst in der Rostocker Nikolaikirche
Gottesdienst in der Rostocker Nikolaikirche (Quelle: Militärseelsorge/wl)Größere Abbildung anzeigen

Zwei Frauen, zwei Arten, an das Leben heranzugehen. Die eine: zupackend, manchmal hyperaktiv, immer leistungsorientiert. Die andere: bedächtig, manchmal passiv, immer eine aufmerksame Zuhörerin. Welche von beiden ist besser in der Lage, mit den Wechselfällen des Lebens fertig zu werden? Welche kann zum Vorbild werden, wie man Stress, Krisen oder eine Bundeswehrstrukturreform übersteht?

Die Frage ist falsch gestellt, denn die beiden Frauen gehören zusammen, sie sind Schwestern. Und so kann man von beiden zusammen lernen. Das empfiehlt Martin Dutzmann, der Evangelische Militärbischof. In der Nikolaikirche in der Rostocker Altstadt sind über 100 Pfarrerinnen und Pfarrer, Gäste aus Bundeswehr und Politik und einige alteingesessene Rostockerinnen und Rostocker zusammengekommen und feiern Gottesdienst. So eröffnen sie die 57. Gesamtkonferenz Evangelischer Militärgeistlicher, die eine Woche lang in der Stadt an der Ostsee tagt. Und jetzt predigt der Bischof über Marta und Maria, die beiden Frauen, die Jesus zu Gast haben. Die eine wirbelt mit Töpfen und Pfannen, um dem Gast zu dienen, die andere hört, was er zu sagen hat. Was können Militärgeistliche in unruhigen Zeiten von der aktiv zupackenden Marta lernen? „Lassen wir uns mutig auf den Wandel ein und gestalten ihn mit!“ Und was lehrt Maria, die lieber zu Jesu Füßen sitzt als in der Küche zu stehen? „Achten wir darauf, dass wir die Orientierung behalten und die Grundlagen nicht vergessen!

Mit zwei Bussen „verlegen“ die Bundeswehr-Seelsorger nach dem Gottesdienst in ein Hotel am Rostocker Hafen. Hier ist Zeit für einen Empfang mit zahlreichen Grußworten von Politikerinnen und Politikern, Soldaten und Kirchenvertretern. Und alle, von der Atheistin und Antimilitaristin bis zum Admiral, sind sich einig: Ein Seelsorgeangebot für Soldatinnen und Soldaten ist „unverzichtbar“ – ein Wort, das immer wieder fällt. „Ein doppeltes Danke für Ihren Dienst“, so bringt es ein Gast auf den Punkt, „was Sie tun und wie Sie es tun verdient Anerkennung und Respekt.“

Die Geistlichen sind trotz der herzlichen Worte mit dem „wie“ noch nicht fertig. Und deshalb ist ihre Konferenz eigentlich ein Lehrgang. Externe Referentinnen und Referenten aus Theologie und Pastoralpsychologie werden Sie in dieser Woche zum Thema Seelsorge schulen. Über das Tagungsprogramm haben die Verantwortlichen einen Bibelvers aus den Psalmen Davids gesetzt, der Gott selbst als seinen Seelsorger anruft: „Neige deine Ohren zu mir und hilf mir eilends.“ Hier ist das Thema nicht mehr nur, Veränderungen zu überstehen, sondern zu lernen, den Menschen in der Bundeswehr ein guter Seelsorger, eine gute Seelsorgerin zu sein: „Neige deine Ohren“ – wie Maria; „und hilf eilends“ – wie Marta.


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Stand vom: 04.01.18 | Autor: wl


https://www.eka.militaerseelsorge.bundeswehr.de/portal/poc/eka?uri=ci%3Abw.milseels_eka.service.veranstaltungen.geko_2012